- 26. Februar 2016

Wie gehe ich eigentlich auf SAP HANA DB?

In der SAP Community ist HANA eines der meistdiskutierten Themen. Auf der TechEd und der DSAG Konferenz wird HANA als Enabler für die langfristigen IT-Strategien der digitalen Transformation wie Industrie 4.0 oder Internet-of-things hoch gehandelt.

In der Praxis komme ich häufig ins Gespräch über Statements meiner Kunden wie „Wir planen mittelfristig auf HANA zu gehen.“ Aber was heißt das eigentlich? Und welches „HANA“ ist gemeint?

Es ist etwas grundsätzlich Anderes, ob Sie die HANA Datenbank (SAP HANA DB) unter Ihr SAP ERP bringen möchten, ob Sie die HANA Cloud Platform einsetzen oder mit S/4HANA das Tor zur nächsten ERP-Generation aufstoßen.

SAP HANA DB, HANA Cloud Platform, S/4HANA

SAP HANA DB, HANA Cloud Platform, S/4HANA

Kümmern wir uns in Teil 1 dieser kleinen Blog-Reihe zunächst um die Datenbank.

SAP HANA – die In-Memory-Datenbank

Der Kern der HANA-Marke ist die revolutionäre In-Memory-Datenbank, die mit Echtzeitperformance die Welt der Geschäftsanwendungen und Big Data auf ein neues Level heben kann. Für den SAP Kunden bedeutet dies in der Regel: Einführung von SAP HANA als Datenbank für die SAP Business Suite in folgenden Schritten:

Schritt 1: Das richtige SAP Release ins Auge fassen

Unter dem Schlagwort „SAP Business Suite powered by SAP HANA“ hat SAP schon seit einiger Zeit die eigene Software für HANA als Datenbank vorbereitet. Für das ERP 6.0 ist dies beispielsweise seit EHP7 der Fall. Im Einführungsprojekt steht also am Anfang die Überlegung, ob und wie ein Releasewechsel von ERP, SRM, CRM oder BI in die Roadmap eingeplant werden muss.

Schritt 2: HANA-Ready-sein

Auch der kundeneigene Code muss auf HANA vorbereitet und mögliche Inkompatibilitäten beseitigt werden. Darüber hinaus lohnt es sich, einen Blick auf die Datenbank- und Tabellengrößen zu werfen, denn eine zielgerichtete Archivierung zur Reduzierung des Datenvolumens zahlt sich später in einer geringeren Speichergröße aus.

Dies alles kann in Ruhe vor dem Beginn der eigentlichen Migrationsphase geschehen. Wenn dann aus technischer Sicht nichts mehr gegen den Umzug spricht, dann ist Ihr System „HANA ready“.

Schritt 3: Die Datenbankmigration

Technisch betrachtet ist die Migration auf die SAP HANA dann eigentlich eine einfache Datenbankmigration und prinzipiell ähnlich einer Umstellung von zum Beispiel Oracle auf DB2 oder welcher Datenbankplattform auch immer. Sie führen sorgfältige Vorbereitungen durch: Testmigration, Regressionstests und schließlich ein spannendes und am Ende erfolgreiches Migrationswochenende auf der Produktivmaschine. Einfach gesagt wird dabei der gesamte Datenbankinhalt exportiert und auf der neuen Plattform wieder importiert.

Schritt 4: Die Optimierungsphase

Wenn das ERP-System nun auf der neuen Plattform läuft, beginnt erst der Teil, der richtig Spaß macht. Wenn Sie hier nichts weiter tun, wird ein Teil Ihres SAP Systems schneller laufen als vorher. Ein Teil wird keine Veränderung zeigen und ein kleiner Teil wird sogar langsamer. Jetzt haben Sie aber die Möglichkeit, durch Nutzung der HANA-Technologie das In-Memory Potenzial zu heben. Durch gezielte Analyse werden die Szenarien herausgefunden, die durch eine Verlagerung von Datenbankoperationen aus der ABAP-Schicht hinunter in die Datenbankschicht die Echtzeitfähigkeit gezielt ausnutzen können. Beim sogenannten Push-Down zum Beispiel durch den Einsatz von Core Data Services (CDS) werden damit relevante Anfragelaufzeiten auf nahezu Echtzeit reduziert.


Wir treffen uns auf meinem HANA Tagesworkshop
am 25. Mai 2016 in Berlin
Unser Tagesworkshop rund um das Thema SAP HANA richtet sich an alle, die einen Überblick und Einstieg in das Thema suchen. Wir erklären einfach und ohne Marketing-Floskeln was SAP HANA für Ihre IT-Strategie bedeuten kann.

Die Agenda: Der Tagesworkshop SAP HANA in Berlin

Kontaktieren Sie mich: Telefon 0211.9462 8572-16
oder per E-Mail biermann@erlebe-software.de


Den nächsten Blogbeitrag zum Thema finden Sie hier: Wie gehe ich eigentlich auf HANA? – heute: Die Cloud Platform


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