Christoph Lordieck
26. Januar 2026

DevSecOps 2026: Sicherheit von Anfang an – Trends und Best Practices

DevSecOps

Im Jahr 2026 spielen Künstliche Intelligenz und die Automatisierung von Sicherheitsmaßnahmen eine immer größere Rolle, um Bedrohungen schneller zu erkennen und die Einhaltung von Compliance-Vorgaben effizient zu gewährleisten. Deshalb wird DevSecOps als Ansatz in der Softwareentwicklung immer beliebter. Lesen Sie hier alles über die aktuellen Trends und Best Practices in diesem Bereich.

Das Wichtigste im Überblick

  • DevSecOps integriert und automatisiert Sicherheit über den gesamten Software-Lifecycle – nicht erst am Ende.
  • 2026 prägen KI, Automatisierung und „Security/Compliance as Code“ die Umsetzung spürbar.
  • Cloud-native Umgebungen (Microservices, Container, Multicloud) erhöhen Komplexität – DevSecOps adressiert dies systematisch.
  • Einführung gelingt am besten mit klarer Kommunikation, messbaren Standards und einem schrittweisen Rollout.

Was ist DevSecOps?

DevSecOps ist eine Weiterentwicklung des DevOps-Modells, bei dem Sicherheitsaspekte nicht nur in den Entwicklungsprozess integriert, sondern auch automatisiert werden. Anstatt Sicherheitskontrollen erst am Ende der Entwicklung vorzunehmen, werden sie frühzeitig und kontinuierlich in alle Phasen des Entwicklungszyklus eingebaut.

DevSecOps

Der Unterschied zwischen DevOps und DevSecOps

Ziel ist es, durch den Einsatz interdisziplinärer Teams und automatisierter Prozesse eine schnelle, stabile und sichere Softwarebereitstellung zu gewährleisten. Im Gegensatz zu DevOps, das keine expliziten Sicherheitsmechanismen integriert, adressiert DevSecOps Sicherheitslücken direkt während der Entwicklung, dem Testen, der Bereitstellung und dem Monitoring.

Zu den wesentlichen Merkmalen zählen die enge Zusammenarbeit von Entwicklung, Betrieb und Sicherheit, die frühzeitige Durchführung von Sicherheitsprüfungen (Shift Left) sowie die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben. Darüber hinaus werden Sicherheitsrichtlinien als Code verwaltet, was eine transparente und reproduzierbare Implementierung ermöglicht.

Durch den kulturellen Wandel und den Wissensaustausch innerhalb der Teams trägt DevSecOps dazu bei, die Sicherheitslage von Softwareanwendungen zu stärken.

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KI-gestützte Bedrohungserkennung und Automatisierung

Genau wie überall sonst spielt die Nutzung von Künstlicher Intelligenz auch in DevSecOps eine tragende Rolle. Durch die Fähigkeit von KI, große Mengen an Daten in kurzer Zeit zu analysieren, können Entwickler Sicherheitslücken im Code einer Software noch während der Entwicklungsphase finden und beheben.

Interessant ist außerdem die Automatisierung von Sicherheitsmaßnahmen mithilfe von KI. So kann Künstliche Intelligenz beispielsweise klare Sicherheitsberichte für die Entwickler erstellen. Wird KI konstant zur Erkennung von Bedrohungen eingesetzt, reduziert dies nicht nur die nötigen menschlichen Eingriffe, sondern ermöglicht es der KI auch, zu lernen und mögliche Sicherheitsrisiken immer präziser zu erkennen.

Cloud-native Sicherheitsarchitektur

Der zunehmende Fokus auf cloud-basierte Systemlandschaften führt zu neuen Herausforderungen in der Sicherheit. So kann beispielsweise die große Zahl an Microservices in Cloud-Umgebungen aufgrund der Vielzahl an Kommunikationskanälen ein höheres Sicherheitsrisiko bedeuten. Auch die Container-Struktur moderner Cloud-Landschaften macht neue Sicherheitskonzepte notwendig, da verschiedene Softwarelösungen auf dem gleichen Kernel laufen.

Hier bietet sich der DevSecOps-Ansatz an. Durch Konzepte wie Security-as-Code und den Fokus auf die Sicherheit im gesamten Entwicklungsprozess kann Software in modernen Cloud-Umgebungen sicher entwickelt und eingesetzt werden.

Shift Left

Shift Left ist eine der Kernideen von DevSecOps und bezeichnet die Verschiebung der Einbindung von Sicherheitsaspekten vom Ende des Entwicklungsprozesses (rechts) zum Anfang des Entwicklungsprozesses (nach links). Auch aufgrund dieses Prinzips findet DevSecOps als Konzept immer mehr Anklang. Gerade durch die weiter zunehmende Komplexität von IT-Landschaften in Multicloud-Umgebungen ist die frühzeitige Einbindung von Sicherheitsaspekten in den Entwicklungsprozess wichtig.

Automatisierung der Compliance

Um die umfängliche Einhaltung rechtlicher Vorgaben zu gewährleisten, wird mit DevSecOps auch die Compliance zunehmend automatisiert. Das Stichwort hier ist Compliance as Code. Das bedeutet, dass Compliance-Vorgaben direkt bei der Entwicklung von Software mitgedacht und deren Einhaltung soweit möglich automatisiert wird. DevSecOps sorgt durch diese frühe Integration von Compliance in den Entwicklungsprozess auch für die rechtliche Sicherheit von Anwendungen.

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Best Practices für DevSecOps

Die Einführung von DevSecOps ist nicht nur eine technische Veränderung, sondern auch eine kulturelle Herausforderung.

Klare Kommunikation

Eines der wichtigsten Ziele von DevSecOps ist es, die Unternehmenskultur zu verändern. Jedoch können Teams Schwierigkeiten haben, ihre Arbeitsweise zu ändern, und es können Konflikte auftreten, wenn neue Prozesse implementiert werden. Um diesen Wandel erfolgreich zu gestalten, ist es entscheidend, die Ziele und Erwartungen der Organisation klar zu kommunizieren. Geben Sie den Teams genügend Raum für offenen Dialog und seien Sie flexibel, während sie die Tools, Prozesse und Arbeitsrhythmen finden, die am besten zu ihren Bedürfnissen passen. Ein kultureller Wandel erfordert Zeit, Geduld und ein hohes Maß an Unterstützung.

Anforderungen definieren

Ein weiterer wichtiger Schritt in der DevSecOps-Implementierung ist die Definition von Anforderungen und Metriken. Beginnen Sie mit der Festlegung eines Mindeststandards für die Sicherheit. Orientieren Sie sich an Branchen- und regulatorischen Anforderungen oder an bewährten Frameworks wie den SANS Top 25 Softwarefehlern. Sobald die Anforderungen definiert sind, legen Sie fest, welche Metriken Sie zur Überwachung des Fortschritts verwenden möchten. Diese Metriken sind entscheidend, um den Erfolg und die Wirksamkeit Ihrer Sicherheitsmaßnahmen zu messen.

Nichts überstürzen

Schließlich ist es ratsam, klein anzufangen. Automatisierungstools bieten viele Möglichkeiten zur Sicherheitsüberprüfung des Codes, aber zu viele Tools zu Beginn können das Team überlasten. Führen Sie schrittweise Tools ein und konzentrieren Sie sich zu Beginn auf die wichtigsten Sicherheitsprüfungen. Dies erleichtert es den Teams, den Übergang zu DevSecOps zu bewältigen und sorgt dafür, dass die Implementierung nicht überwältigend wirkt.

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Die Trends im Bereich DevSecOps für 2026 zeigen eine klare Weiterentwicklung hin zu stärkerer Automatisierung und dem Einsatz innovativer Technologien wie Künstlicher Intelligenz. KI wird zunehmend in der Bedrohungserkennung und Sicherheitsanalyse eingesetzt, wodurch Sicherheitslücken noch schneller erkannt und behoben werden können. Gleichzeitig ermöglicht die Automatisierung von Sicherheitsmaßnahmen und Compliance-Vorgaben eine effizientere und fehlerfreie Umsetzung von Sicherheitsstandards.

Besonders hervorzuheben ist die zunehmende Bedeutung von cloud-nativen Sicherheitsarchitekturen, die in modernen, komplexen Cloud-Umgebungen eine zentrale Rolle spielen. Mit dem „Shift Left“-Ansatz wird die Sicherheit noch früher im Entwicklungsprozess verankert, was angesichts wachsender Multicloud-Umgebungen und komplexer IT-Landschaften immer wichtiger wird.

Bei der Einführung von DevSecOps sollten Sie beachten, dass dieser Ansatz einen grundlegenden kulturellen Wandel im Unternehmen bedingt. Deshalb sollten die Ziele des Ansatzes klar kommuniziert und der Nutzen herausgestellt werden.

Beratung: DevSecOps

Interessieren Sie sich für die moderne Einbindung von Sicherheitsaspekten in die Softwareentwicklung? Wir beraten Sie gerne dazu, wie Sie DevSecOps in Ihrem Unternehmen einsetzen können.

Dieser Artikel erschien bereits im Juni 2025. Der Artikel wurde am 26.01.2026 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert.

FAQ

Was ist DevSecOps – und warum gewinnt der Ansatz 2026 weiter an Bedeutung?

DevSecOps erweitert DevOps um Security-by-Design und Automatisierung: Sicherheitsprüfungen werden früh und kontinuierlich in Entwicklung, Test, Deployment und Monitoring integriert. 2026 treibt insbesondere KI-gestützte Analyse die schnellere Erkennung von Schwachstellen sowie die Automatisierung von Sicherheits- und Compliance-Aufgaben.

Worin unterscheidet sich DevSecOps konkret von DevOps?

DevOps fokussiert auf schnelle und stabile Softwarebereitstellung durch enge Zusammenarbeit von Entwicklung und Betrieb. DevSecOps ergänzt diesen Ansatz um explizite Sicherheitsmechanismen: „Shift Left“-Sicherheitsprüfungen, automatisierte Kontrollen, Security Policies als Code und interdisziplinäre Teams (Dev + Ops + Sec), die Sicherheitslücken laufend adressieren – nicht erst am Ende.

Vier Entwicklungen stechen hervor: KI-gestützte Bedrohungserkennung inklusive automatisierter Security-Reports, cloud-native Sicherheitsarchitekturen für Microservices und Container, der konsequente „Shift Left“-Ansatz sowie die Automatisierung der Compliance über „Compliance as Code“.

Welche Best Practices erleichtern die Einführung von DevSecOps im Unternehmen?

Erfolgsentscheidend sind:

  • klare Kommunikation und Raum für Dialog, weil DevSecOps Kulturwandel bedeutet
  • definierte Mindeststandards und Metriken, beispielsweise die Orientierung an etablierten Frameworks wie den SANS Top 25
  • schrittweises Vorgehen: zuerst die wichtigsten Prüfungen automatisieren, statt Tool-Overload zu erzeugen

Christoph Lordieck

Christoph Lordieck

Als Bereichsleiter SAP Entwicklung berate ich Unternehmen rund um das Thema SAP Individualentwicklung. Einige Jahre Projekt- und Umsetzungserfahrung haben meinen Wissenshunger noch nicht gestillt und ich suche ständig nach neuen Themen und Entwicklungen im ABAP-Umfeld.

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