Christoph Lordieck
4. Januar 2022

Datenaustausch zwischen SAP und Salesforce – Stufe 4: Vollständige Integration

Datenaustausch

Sie haben SAP und Salesforce in Ihrem Unternehmen in Einsatz und schlagen sich tagtäglich mit großen und komplexen Daten und Prozessen zwischen den Systemen um? Dann sollten Sie vielleicht eine Integration der beiden Lösungen bedenken – so sparen Sie Zeit, Aufwand und Kosten ein. In diesem Beitrag unserer Blogbeitragsreihe erläutere ich Ihnen die vollständige Integration zwischen SAP und Salesforce.

Die vier Stufen des Datenaustauschs zwischen SAP und Salesforce

Der Datenaustausch zwischen SAP und Salesforce können in folgende vier Stufen eingeteilt werden, die zwar aufeinander aufbauen, jedoch unabhängig voneinander eingeführt werden können:

  1. Manueller Datenaustausch
  2. Systemunterstützter Datenaustausch
  3. Leicht integrierter Datenaustausch
  4. Vollständig integrierter Datenaustausch

In den vergangenen drei Wochen habe ich Ihnen bereits die ersten drei Stufen erläutert. In diesem Beitrag stelle ich Ihnen nun die letzte Stufe vor: Die vollständige Integration.

SAP-Salesforce-Integration

In diesem E-Book möchten wir Ihnen einen ersten Einblick in die SAP-Salesforce-Integration geben.

Die Ausgangssituation

In Ihrem Unternehmen haben Sie größere und vor allem komplexe Datenmengen und Prozesse. Durch diese Komplexität können Sie die Datenübertragung Ihren Mitarbeitern nicht zumuten, da dafür mehrere Arbeitskräfte benötigt werden müssten, die sich stets der Datenpflege widmen. Mit einer vollständigen Integration automatisieren Sie den Prozess und belasten somit Ihre Mitarbeiter nicht mehr mit mühsamen und aufwendigen Aufgaben.

Wie funktioniert der Datenaustausch auf dieser Stufe?

Der Austausch verläuft u. a. über Webservices oder einer Middleware – jedoch haben Sie hier keine einfache Schnittstelle, sondern eine richtige Schnittstellen-Architektur. Diese wird benötigt, da komplexe Daten aus unterschiedlichen Fachbereichen untereinander ausgetauscht werden. Sie erhalten Live-Daten durch Live-Synchronisationen und erhalten zudem Instanzen zur Fehlerbehebung und Monitoring.

Diese sind wichtig, da Sie sonst die gesamte Schnittstellen-Architektur selbst überwachen und verwalten müssten, was einen erheblichen Zeitaufwand bedeutet und viele Mitarbeiterressourcen benötigt werden.

Eine vollständige Integration bedeutet ein großes Integrationsprojekt, das Sie meist nicht ohne spezielles Expertenwissen durchführen können. Schließlich hat jedes Unternehmen eigene Prozesse, wodurch es keine Standardlösung gibt. U. a. läuft die Integration von SAP-On-Premises anders als mit einer cloudbasierten SAP-Lösung. Zudem kann jedes Unternehmen selbst entscheiden, welche Objekte synchronisiert werden sollen. Wenn Sie hier Fragen haben, dann helfen wir Ihnen gerne weiter.

Drei zentrale Integrationskomponenten

Jedes Integrationsprojekt verläuft von Unternehmen zu Unternehmen anders. Generell können Sie jedoch aus drei zentralen Komponenten diejenigen wählen, die Sie vollständig zwischen SAP und Salesforce synchronisieren möchten:

  1. Stammdatenkomponente: Diese Komponente ist bei jeder Integration Pflicht, da Stammdaten wie Kundenanschrift, Artikelinformationen oder Materialstamm synchronisiert werden.
  2. Vertriebskomponente: Bei der Vertriebskomponente pflegen Vertriebler u. a. Kontakte oder tauschen Belege zwischen Salesforce und SAP aus. Hier ist zudem ein Übergabepunkt, bei dem Daten in SAP oder Salesforce übertragen werden.
  3. Field-Service-Komponente: Hiermit sind Service-Außendienst-Mitarbeiter bzw. Service-Dienstleister gemeint. Diese erhalten Kundendaten aus Salesforce und übertragen dann die Daten für bspw. die Rechnungserstellung ins SAP-System. Zudem werden hier Service-Meldungen ausgetauscht.

Vorteile einer vollständigen Integration

Im Gegensatz zu einer leichten Integration erhalten Sie hier vollständige Updates der Daten und müssen sich keine Sorgen um die Richtigkeit Ihrer Daten machen. Des Weiteren können Sie laut Studien den Umsatz Ihres Unternehmens mithilfe der Integration von SAP und Salesforce um bis zu 29 % steigern.

Sie sparen insgesamt Mitarbeiterressourcen, Kosten und Zeit ein. Im Vergleich zu einer leichten Integration erhalten Sie hier eine Echt-Zeit-Übertragung Ihrer Daten. Mit dieser können Sie aktuelle Analysen Ihrer Daten ausführen und sind somit stets über Änderungen informiert.

Nachteile einer vollständigen Integration

Zwar profitieren Sie hier von Vorteilen wie einer kompletten Prozessautomatisierung, jedoch müssen Sie hier viel Zeit und Kosten in die Implementierung investieren. Diese ist jedoch nur mit ausreichend Experten-Knowhow umzusetzen, weswegen ich Ihnen empfehle, einen Dienstleister für diese Integration anzufragen.

Automatisierter Datenaustausch dank vollständiger Integration

Mit einer vollständigen Integration von SAP und Salesforce sind Sie in der Lage, Zeit, Kosten und Aufwand zu sparen, da der Datenaustausch komplett digitalisiert und automatisiert abläuft. Jedoch benötigen Sie hierbei Expertenwissen – schließlich muss ein Integrationsprojekt von dieser Größe gut durchgeplant sein, damit die Schnittstellenarchitektur auch reibungslos funktioniert. Deswegen ist es ratsam, dieses Projekt von einem Dienstleister durchführen zu lassen. Dieser kann Ihnen wiederum garantieren, dass jede Komponente richtig integriert wurde und Sie somit mit keinen weiteren Kosten rechnen müssen.

Haben Sie Interesse an einer vollständigen Integration Ihres SAP- und Salesforce-Systems? Dann kontaktieren Sie mich gerne. In einer kostenlosen Websession helfe Ihnen weiter und berate Sie ganz individuell.

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Christoph Lordieck

Christoph Lordieck

Mein Name ist Christoph Lordieck. Einige Jahre Projekt- und Umsetzungserfahrung hat meinen Wissenshunger noch nicht gestillt und ich suche ständig nach neuen Themen und technischen Entwicklungen im ABAP Umfeld. Ich freue mich auf Ihre Frage oder Anregung!

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