Ingo Biermann
 - 1. Februar 2021

Home-Office Reloaded: Mein besseres Setting für Remote-Workshops

Im März diesen Jahres ging es in den ersten Corona-Lockdown und das Thema Remote-Arbeit bekam eine größere Bedeutung in vielen IT-Projekten. So auch bei mir und den SAP S/4HANA-Projekten mit der mindsquare. Damals hatte ich in diesem Blogbeitrag mein Home-Office Setting vorgestellt – dazu hat es nach fast einem Jahr überwiegender Heimarbeit inzwischen einige Erweiterungen und Updates gegeben.

Per Remote-Login auf SAP-Systemen zu arbeiten stellt in der Regel kein Problem dar, Telefonate und kleinere Videokonferenzen sind für uns und unsere Kunden zur Routine geworden. Spannend und für alle Beteiligten herausfordernd wird es beim Thema Schulungen und Workshops.

Video ist persönlicher

Ich bin ein großer Fan der Videoübertragung geworden. Sofern das Netzwerk es hergibt, wünsche ich mir eingeschaltete Kameras. Der persönliche Eindruck stellt eine angenehmere Atmosphäre her und ist ein Baustein für ein gegenseitiges Verständnis. Ich habe dazu meine eingebaute Notebook-Kamera ausgeschaltet und eine neue Webcam auf dem Hauptbildschirm platziert, um besser direkt in die Kamera sprechen zu können.

Remote Schulungen

How-To Remote Schulungen

Online-Schulungen werden in der heutigen Zeit immer beliebter. Doch wie wird eine Remote Schulung richtig durchgeführt und was muss beachtet werden?

Viel Bildschirm hilft viel

Auch wenn es auf dem Schreibtisch ein wenig überladen wirkt, so hat es bei online durchgeführten Präsentationen und Workshops viele Vorteile, drei Bildschirme parallel zu nutzen. Der primäre Bildschirm wird geteilt und enthält  standardmäßig die aktuell präsentierte Folie. Bildschirm 2 zeigt die PowerPoint-Präsentationsansicht mit hilfreichen Informationen für den Dozenten: Vorschau auf die nächste Folie, Foliennotizen, verschiedene Präsentationswerkzeuge usw. Bildschirm 3 ist vor allem für die Videos der übrigen Teilnehmer reserviert. Gerade hier liegt der Vorteil im 3-Screen-Mode: Die Videos geraten sonst schnell in den Hintergrund und das wichtige optische Feedback von den Zuhörern geht verloren. Außerdem können das technische „Handheben“ und Kommentare im Chat leichter bemerkt werden. Ich habe also in den zweiten externen Bildschirm investiert.

So sah mein Arbeitsplatz noch im März aus.

Live-Zeichnen

Als Ersatz für Flipchart und Whiteboards zeichne ich in Onlineworkshops auf dem Tablet. Dazu nutze ich weiterhin OneNote aus Microsoft Office, indem ich auf dem Tablet zeichne und die Seite parallel auf dem Hauptbildschirm für alle freigebe. In der Praxis sind zwei Alternativen hinzugekommen: Einerseits direkt in der PowerPoint-Folie für weitere Illustrationen zu zeichnen, andererseits nutze ich immer häufiger Visio, um live auf dem geteilten Bildschirm eine Grafik zu entwickeln. Das kommt besonders bei einer gemeinsamen Diskussion und Erarbeitung vor.
Ich habe auch mit speziellen kollaborativen Tools wie Sketchboard experimentiert. In der Praxis hat sich für mich gezeigt: Das gleichzeitige Ändern in der gleichen Grafik durch mehrere Meetingteilnehmer ist nicht einfach zu koordinieren und am Ende nicht praktikabel.

Spezielle Online-Regeln

Die technischen Tools sind inzwischen weitgehend austauschbar. Ich nutze primär Microsoft Teams und Zoom, aber auch die anderen Programme für Online-Meetings am Markt reichen in der Regel aus. Zum Lieblingsfeature gerade in Schulungen ist die Möglichkeit geworden, sogenannte Breakout-Sessions zu definieren. Darin können sich kleinere Arbeitsgruppen für eine definierte Zeit getrennt besprechen und dann wieder ins Plenum zurückkehren.

Abschließend meine Top-Erfahrung für Remote-Workshops: Mehr Zeit einplanen! Im Vergleich zu Präsenzmeetings müssen unbedingt mehr Pausen gemacht werden – ich gehe von einer Unterbrechung pro Stunde aus. Außerdem schafft man weniger Stoff bzw. Ergebnisse (was auch immer der Grund dafür ist).
Als eine Konsequenz organisiere ich inzwischen häufiger geteilte Termine: Was früher ein Tagesworkshop war, läuft jetzt häufiger als zweifacher Halbtagstermin. Das passt nicht nur oft besser in die Terminkalender der Teilnehmer, nach meiner Erfahrung sind durch die Möglichkeit der Erholung und des Nachdenkens dazwischen die Ergebnisse unter dem Strich auch besser.

Gesundheit im Lockdown

Kekse, ausreichend Kaffee und Earl Grey sind natürlich nach wie vor Grundvoraussetzung für einen guten Home-Office-Tag. Als persönliche Belohnung habe ich mir einen elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch geleistet. Das sorgt bei Workshops und Webinaren für mehr Präsenz und auch langfristig bestimmt für einen entspannteren Rücken.



Das könnte Sie auch interessieren

Viele SAP-Kunden haben das S/4HANA-Migrationsprojekt bereits auf ihrer Agenda. Durch die Corona-Krise und deren „Begleiterscheinungen“ – beispielsweise Kurz- und Zwangsurlaub oder Home-Office – geraten allerdings einige IT-Projekte ins Stocken. Also auch Ihr S/4HANA-Projekt? Ich habe Ihnen vier gute Argumente zusammengetragen, […]

weiterlesen

Für Namensänderungen ihrer Software-Lösungen ist die SAP hinreichend bekannt. Nun trifft es auch die Releases der aktuellen ERP-Suite SAP S/4HANA. Wie sich die Release-Systematik für S/4HANA in Zukunft ändert und was genau dahintersteckt, erkläre ich Ihnen in diesem Blogbeitrag. 

weiterlesen

Dass SAP S/4HANA viele Bereiche Ihrer SAP-Landschaft stark beeinflusst und Anpassungen erfordert, ist Ihnen sicherlich bekannt. Aber ist Ihnen auch bekannt, dass S/4HANA erhebliche Auswirkungen auf Ihr Berechtigungswesen und damit die Sicherheit Ihrer Systeme haben kann? Mit einer ordentlichen Vorbereitung […]

weiterlesen

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.





Angebot anfordern
Preisliste herunterladen
Expert Session
Support