Timo Eggengoor
 - 8. Juli 2020

Leichter Datenzugang mit VDM: Das virtuelle Datenmodell in SAP S/4HANA

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Mit der Umstellung des SAP-Systems auf SAP S/4HANA stellt SAP auch ein neues Programmiermodell vor: die Core Data Services (CDS) für ABAP. In diesem neuen Modell sind auch neue virtuelle Datenmodelle (VDM) für betriebswirtschaftliche Daten enthalten. Das VDM wird mit Hilfe sogenannter CDS-Views realisiert und eröffnet einen leicht verständlichen Zugang zu Daten im SAP S/4HANA-System.

Wie sieht der ideale Weg zu S/4HANA aus? Was sind die Herausforderungen und Best Practices – und wo liegen die zentralen Mehrwerte des neuen ERP-Systems? All das erfahren Sie in diesem Webinar.

Warum gibt es das virtuelle Datenmodell?

Das SAP-System speichert alle Daten in komplexen Datenbanktabellen und -strukturen ab. Oft sind die Namensgebungen sehr komplex und es stellt eine kleine Herausforderung dar, diese Daten aufzufinden. Dementsprechend ist die Unterstützung technischer Experten im jeweiligen Bereich erforderlich. Mit dem virtuellen Datenmodell (VDM) im SAP-S/4HANA-System vereinfacht SAP die Komplexität und stellt Daten in einer direkt nutzbaren Form zur Verfügung. Die Daten stehen in CDS-Views zur Verfügung, die entsprechend verwendet werden können. Die CDS-Views sind also die Basis des VDM.

Virtuelles Datenmodell: Einbettung im System

Virtuelles Datenmodell: Einbettung im System

Das VDM wurde von SAP unter Berücksichtigung von bestimmten zentralen Richtlinien und Standards entwickelt. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Architektur in SAP S/4HANA und dienen als Datenquelle und Datenmodell – so auch beispielsweise für SAP-Fiori-Apps. Sie können jedoch auch für die reine ABAP-Entwicklung eingesetzt werden – beispielsweise, um Schnittstellen (API) zu realisieren. Durch das VDM fällt die eigene Definition von Modellen für eine Anwendung oder API weg, da bereits ein gemeinsames und standardisiertes Datenmodell besteht. Dies trägt ebenfalls zur Konsistenz bei. Durch die bereits angesprochenen Richtlinien ergeben sich weitere Ziele des VDM:

  • Intuitive Verständlichkeit.
  • Homogenität des Modells.
  • Vermeidung von Redundanzen.

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Aufbau des virtuellen Datenmodells

Das VDM ist keine zusammengewürfelte Ansammlung von CDS-Views. Es hat klare Strukturen und ist in Schichten aufgebaut. Näheres zum Aufbau von CDS-Views ist in einem weiteren Blogbeitrag erklärt.

Virtuelles Datenmodell: Aufbau der Schichten

Virtuelles Datenmodell: Aufbau der Schichten

Interface-View

Direkt oberhalb der Datenbankebene befindet sich die Interface-View, das auch Basic-Interface-View genannt wird. Diese View versteckt die kryptischen technischen Namen und die Eigenschaften der Tabellen. Sie bildet die Tabelle in einer betriebswirtschaftlichen Tabellenstruktur ab und spiegeln meist 1:1 die Datenbankspalten der jeweiligen Tabelle wieder.

Composite-View

Die Composite-View oder auch Composite-Interface-View wird aus mehreren Interface-Views oder auch Composite-Views erstellt. Sie bildet ebenfalls neue betriebswirtschaftliche Darstellungen oder nützliche Kombinationen aus verschiedenen Datenquellen ab.

Consumption-View

Die Consumption-View bildet die oberste Schicht des VDM ab. Diese View stellt genau die Daten zur Verfügung, die von der zu erstellenden Anwendung benötigt werden. Diese View ist speziell auf die Anwendung zugeschnitten und kann meist nicht für andere Anwendungen wiederverwendet werden.

Haben Sie noch offene Fragen zum virtuellen Datenmodell oder CDS Views? Schreiben Sie uns gern an oder schauen Sie bei unserem Angebot bzgl. eines Konzeptionsworkshops vorbei.



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