Michael Olschowski
 - 31. Januar 2020

Projektmanagement im agilen Umfeld

In vielen Unternehmen wurde die Softwareentwicklung in den vergangenen Jahren durch Methoden wie Scrum oder Kanban immer agiler gestaltet. Dieses agile Arbeiten findet immer mehr Einzug in größere IT-Projekte, da man sich von dieser Agilität eine schnellere Reaktion auf sich ändernde Anforderungen erhofft, wodurch die Erfolgsquote von Projekten steigen kann. Doch damit das auch in der Praxis tatsächlich der Fall ist, muss sich nicht nur die Arbeitsweise des Projektteams ändern, sondern auch die Art und Weise, wie ein solches Projekt gemanagt wird. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen zeigen, was sich bei agilen Projekten im Vergleich zum klassischen Projektmanagement ändert und wie auch Sie in diesem neuen Umfeld den Überblick behalten.

Unterschied zwischen einem agilen Vorgehen und dem klassischen Projektmanagement

Der Unterschied zwischen einem agilen Vorgehen und dem klassischen Projektmanagement ist, dass beim klassischen Projektmanagement der zu liefernde Output von Beginn an feststeht und somit auch eine konkrete Planung stattfinden kann. Da sich aber vor allem bei IT-Projekten häufig auch Änderungen ergeben, findet der agile Ansatz immer mehr Verbreitung. Bei diesem arbeitet das Team in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden daran, ein Produkt zu liefern, welches den Bedürfnissen des Kunden am besten entspricht.

Hierbei bedienen die Teams sich an einem iterativen Vorgehen, bei dem in kurzen Abständen Lösungen an den Kunden geliefert werden, welche der Kunde dann mit seinen Vorstellungen abgleichen kann und frühzeitig Änderungswünsche einbringen kann. Im Vergleich zum klassischen Projektmanagement sind Änderungen im agilen Umfeld also an der Tagesordnung und sogar ausschließlich erwünscht. Dadurch sieht sich der Projektmanager der Tatsache gegenübergestellt, dass eine vollständige Feinplanung zu Beginn des Projekts meist nicht zielführend ist. Stattdessen ist ein Projektmanager im agilen Umfeld wesentlich mehr in die Kommunikation mit dem Kunden eingebunden und bildet die Schnittstelle zwischen diesem und dem agilen Projektteam. Dabei nimmt der Projektmanager die Anforderungen und Änderungswünsche des Kunden auf und priorisiert diese. Dadurch schafft er seinem Projektteam ein Backlog, welches dieses dann wiederum mit einem hohen Maß an Selbstorganisation abarbeiten kann. Bei der Abarbeitung des Backlogs behält der Projektmanager dann dennoch das Budget und die Einhaltung von Lieferterminen im Auge und guckt, dass die definierten Qualitätskriterien der zu liefernden Teillösungen stimmen.

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Die Arbeitsweise bei agilen Projekten macht deutlich, dass sich diese Methodik nicht für jedes Projekt eignet. Der Einsatz ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Projekt in einem Umfeld stattfindet, welches sich schnell ändert oder mit wechselnden Anforderungen zu kämpfen hat. Auch bei sehr großen Projekten, die sich über einen weiten Zeitraum erstrecken kann es sinnvoll sein, agile Methoden anzuwenden, um durch das inkrementelle Vorgehen schon in früheren Phasen teilfertige Lösungen präsentieren zu können.

Hybrides Projektmanagement

Auch wenn es in der Theorie viele Vorstellungen gibt, wie ein Projekt vollkommen agil ablaufen kann, ist die agile Durchführung vor allem bei größeren Projekten schwierig. Daher ergibt sich meist eine Mischung aus klassischem- und agilen Projektmanagement, welche als hybrides Projektmanagement bezeichnet wird. Hierbei steht es Ihnen als Projektmanager dann frei das Beste aus beiden Welten in Ihrer Managementmethodik zu vereinen, um auch Projekte mit agilem Ansatz zum Erfolg zu führen. Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit dem Managen von agilen Projekten gemacht? Schreiben Sie mir dazu gerne Ihren Erfahrungsbericht in die Kommentare.



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