Mitarbeiter müssen in ihrem Arbeitsalltag oft zwischen verschiedenen Anwendungen springen, sich auf unterschiedlichen Oberflächen zurechtfinden und teils lange Suchwege auf sich nehmen. Mit SAP Build Work Zone bündeln Unternehmen Apps für ihre Mitarbeiter in einer rollenbasierten Arbeitsumgebung. Was Sie über Funktionsweise, Vorteile und Einführung wissen sollten.

Das Wichtigste im Überblick

  • Zentraler Einstiegspunkt: SAP Build Work Zone bündelt SAP-Anwendungen, Drittanbieterlösungen, Prozesse und Informationen in einer gemeinsamen Oberfläche.
  • Personalisierung: Rollenbasierte Inhalte und Funktionen wie „My Space“ helfen Anwendern, relevante Anwendungen und Informationen schneller zu erreichen.
  • Low-Code-Ansatz: Fachbereiche können digitale Arbeitsbereiche selbst erstellen und Inhalte pflegen, ohne jede Anpassung komplett durch die IT entwickeln zu lassen.
  • KI-Integration: Mit Joule lassen sich bestimmte Aufgaben über natürliche Sprache ausführen. Die verfügbaren Funktionen hängen von der Edition und Konfiguration ab.

Vom ersten Interesse zur klaren Entscheidung: In einem kompakten, moderierten Roadshow-Format machen wir für Sie die zentrale Arbeitsoberfläche in Fiori (häufig als „Fiori Workplace“ bezeichnet) greifbar, schaffen Akzeptanz in den Fachbereichen und verabschieden einen tragfähigen Rollout-Plan mit klaren Mehrwerten.

Was ist SAP Build Work Zone?

SAP Build Work Zone ist eine Lösung innerhalb der SAP Business Technology Platform (SAP BTP). Unternehmen können damit digitale Arbeitsbereiche erstellen, über die Mitarbeitende zentral auf Anwendungen, Prozesse, Informationen und Services zugreifen. Dabei beschränkt sich SAP Build Work Zone nicht auf reine SAP-Landschaften. Auch Drittanbieter-Anwendungen lassen sich integrieren. Anwender sollen möglichst wenig darüber nachdenken müssen, in welchem System eine bestimmte Aufgabe liegt. Stattdessen sehen sie die für ihre Rolle relevanten Inhalte an einem zentralen Einstiegspunkt.

Die Lösung bietet Low-Code- und, durch die Integration von Joule, KI-gestützte Funktionen, damit Fachbereiche rollenbasierte Arbeitsumgebungen ohne großen IT-Support erstellen können. SAP Build Work Zone adressiert ein typisches Problem großer IT-Landschaften: Die Anzahl verfügbarer Anwendungen steigt und erschwert es Mitarbeitern, effizient zu arbeiten. Mit dem Low-Code-Ansatz gewinnen Unternehmen Flexibilität und entlasten ihre IT-Fachkräfte.

Welche Funktionen bietet SAP Build Work Zone?

SAP Build Work Zone verbindet Portal- und Integrationsfunktionen sowie, je nach Edition, Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in einer Oberfläche.

Die wichtigsten Funktionen:

  • Zentraler Zugriff: Anwender erreichen SAP- und Drittanbieter-Anwendungen über einen gemeinsamen Einstiegspunkt.
  • Rollenbasierte Bereitstellung: Nutzer sehen Inhalte, Anwendungen und Aufgaben, die zu ihrer jeweiligen Rolle passen.
  • Low-Code-Erstellung: Fachbereiche können Business Sites und Arbeitsbereiche mit visuellen Werkzeugen aufbauen und anpassen.
  • Integration: Bestehende SAP-Lösungen und externe Systeme lassen sich über Integrationen und Konnektoren einbinden.
  • Personalisierung: Anwender können relevante Inhalte an ihren persönlichen Arbeitsalltag anpassen.
  • Zusammenarbeit und Wissensaustausch: Die Advanced Edition bietet zusätzliche Möglichkeiten für interaktive Workspaces und gemeinsames Arbeiten.

Dadurch eignet sich die Plattform beispielsweise für Employee Portals, Self-Service-Portale oder Projektarbeitsräume.

In diesem Webinar lernen Sie die zwei Varianten der Fiori-Nutzung in S/4HANA kennen und erfahren, wie Sie Fiori in Ihrem S/4HANA-System einführen.

Wichtige Funktionen im Fokus

SAP Build Work Zone und Joule

SAP integriert seinen KI-Assistenten Joule in SAP Build Work Zone. Dadurch können Anwender bestimmte Aufgaben in natürlicher Sprache erledigen.  Joule unterstützt beispielsweise, Workspaces anhand von Vorlagen anzulegen, Mitglieder einzuladen oder Arbeitsbereiche zu finden. Auch die KI-gestützte Suche nach Informationen bietet Vorteile. Welche Funktionen Unternehmen konkret nutzen können, hängt allerdings von der jeweiligen Edition, Konfiguration und den verfügbaren Joule-Funktionen ab.

Mehr Personalisierung mit „My Space“

Eine weitere Stärke der Build Work Zone ist die Personalisierung. Mit My Space können Anwender wichtige Inhalte auf einer persönlichen Seite organisieren, sofern die entsprechende Oberflächenkonfiguration aktiviert ist.

Auf einem zentralen Dashboard lassen sich beispielsweise bevorzugte Anwendungen oder UI-Cards zusammenführen. Gerade Mitarbeiter mit mehreren Rollen profitieren, weil sie relevante Inhalte nicht mehr innerhalb vorgegebener Strukturen suchen müssen. Stattdessen können sie mit einer individuellen Arbeitsoberfläche Übersicht gewinnen und Zeit sparen.

Digitaler Workplace für mobiles Arbeiten

Ein moderner Arbeitsplatz endet nicht am Desktop. Deshalb unterstützt SAP den mobilen Zugriff auf Inhalte aus SAP Build Work Zone. Die frühere App SAP Mobile Start heißt inzwischen Joule Work Mobile App. Sie ermöglicht den mobilen Zugriff auf Anwendungen, Aufgaben und Geschäftsinformationen. Je nach Edition und Konfiguration lassen sich auch Inhalte über Web-Views einbinden.

Für Unternehmen mit mobilen Mitarbeitenden oder Außendienstteams ist das besonders relevant. Denn wichtige Aufgaben sollten möglichst unabhängig vom Endgerät erreichbar sein.

Standard Edition oder Advanced Edition?

SAP Build Work Zone steht in unterschiedlichen Editionen bereit. Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, wie umfangreich Ihr digitaler Arbeitsplatz werden soll.

Die Standard Edition eignet sich besonders, wenn Sie einen zentralen Zugriff auf Anwendungen, Aufgaben und Informationen schaffen möchten. Im Mittelpunkt stehen eine konsistente Navigation und rollenbasierte Inhalte.

Die Advanced Edition erweitert diesen Ansatz um umfangreichere Workspace-, Content- und Collaboration-Funktionen. Teams können eigene Arbeitsbereiche aufbauen, Informationen teilen und Geschäftsprozesse in einen gemeinsamen Arbeitskontext integrieren.

Für die Wahl der Edition sollten Sie daher nicht nur den Funktionsumfang berücksichtigen, sondern auch, welche Nutzergruppen Sie erreichen und welche Prozesse Sie langfristig abbilden möchten.

Welche Vorteile bietet SAP Build Work Zone?

Es bietet Unternehmen sowie Mitarbeitern folgende Vorteile:

  • Effizientere Workflows: Anwender greifen zentral auf verschiedene Anwendungen zu, finden ihre Aufgaben schneller und kommen schneller zu Ergebnissen.
  • Geringerer IT-Aufwand: Dank des Low-Code-Ansatzes können Fachbereiche Inhalte und digitale Arbeitsbereiche selbst gestalten. Das entlastet die IT von Routineaufgaben und schafft Freiräume für strategische Projekte.
  • Klare Verantwortlichkeiten: Die IT definiert zentrale Vorgaben für Integration, Sicherheit und Governance, während Fachbereiche ihre Arbeitsumgebungen flexibel anpassen.
  • Höhere Mitarbeiterzufriedenheit: Personalisierte Arbeitsbereiche reduzieren Reibungsverluste im Arbeitsalltag und verbessern die Employee Experience.

Worauf sollten Unternehmen bei der Einführung achten?

Technisch lässt sich eine moderne Oberfläche schnell aufbauen. Der eigentliche Erfolg hängt jedoch von der Konzeption ab. Bevor Sie SAP Build Work Zone einführen, sollten Sie klären, welche Nutzergruppen Sie erreichen möchten, welche Anwendungen für diese relevant sind und welche Prozesse sich vereinfachen lassen.

Vermeiden Sie außerdem, lediglich bestehende Links in eine neue Oberfläche zu übertragen. Ein guter digitaler Arbeitsplatz orientiert sich an den Aufgaben seiner Anwender. Ebenso wichtig sind Rollen- und Berechtigungskonzepte, Governance sowie klare Verantwortlichkeiten für Inhalte. Starten Sie am besten mit einem abgegrenzten Use Case und entwickeln Sie die Plattform anhand des konkreten Nutzerfeedbacks weiter.

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Fazit: SAP Build Work Zone als zentraler Zugang zur SAP-Welt

SAP Build Work Zone kann aus einer komplexen Anwendungslandschaft einen übersichtlicheren digitalen Arbeitsplatz machen. Besonders interessant wird die Lösung durch rollenbasierten Zugriff, Low-Code, mobile Nutzung und Joule. Unternehmen können ihre Mitarbeiter nicht nur schneller zu relevanten Informationen führen und gleichzeitig die Effizienz ihrer Geschäftsprozesse steigern.

Sie möchten herausfinden, wie SAP Build Work Zone zu Ihrer SAP-Landschaft passt? Unsere SAP-Experten unterstützen Sie dabei, geeignete Use Cases zu identifizieren und eine passende Architektur aufzubauen. Sprechen Sie uns gerne an. 

FAQ

Was ist SAP Build Work Zone einfach erklärt?

SAP Build Work Zone ist ein zentraler digitaler Arbeitsplatz für Mitarbeitende. Unternehmen können dort SAP-Anwendungen, externe Systeme, Aufgaben und Informationen rollenbasiert bereitstellen.

Was ist der Unterschied zwischen SAP Build Work Zone Standard und Advanced?

Die Standard Edition konzentriert sich auf den zentralen, rollenbasierten Zugang zu Anwendungen und Informationen. Die Advanced Edition ergänzt umfangreichere Workspace-, Content- und Collaboration-Funktionen.

Welche Rolle spielt Joule in SAP Build Work Zone?

Joule ist der KI-Assistent von SAP. Nutzer können damit beispielsweise Inhalte suchen oder bestimmte Aktionen über natürliche Sprache anstoßen. In der Advanced Edition unterstützt Joule unter anderem die Erstellung von Workspaces anhand von Vorlagen.

Ist SAP Build Work Zone nur für SAP-Anwendungen geeignet?

Nein. Unternehmen können auch Drittanbieter-Anwendungen und externe Inhalte integrieren. Dadurch eignet sich SAP Build Work Zone als zentraler Einstiegspunkt für unterschiedliche Unternehmensanwendungen.

Wer kann mir beim Thema SAP Build Work Zone: Der zentrale Einstiegspunkt für Ihre SAP-Welt helfen?

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