Im Zuge der S/4HANA-Transformation müssen in vielen Unternehmen auch Formulare migriert werden. Offen bleibt nur der richtige Zeitpunkt: vorher, parallel oder erst nach dem S/4HANA-Go-live? Jede Variante bringt Vor- und Nachteile mit sich. Was Sie bei der Wahl des Zeitpunkts beachten sollten, erfahren Sie hier.
Das Wichtigste im Überblick
- Vor S/4HANA: Wer die Formulare frühzeitig modernisiert, verteilt die Arbeit auf unterschiedliche Projektphasen. Dadurch ist der Systemwechsel entzerrt, allerdings müssen die Fachbereiche zusätzliche Prüfungen einplanen.
- Während S/4HANA: Die Formularlandschaft lässt sich direkt zusammen mit dem neuen System weiterentwickeln. Unternehmen vermeiden damit ein separates Folgeprojekt, benötigen während der ohnehin arbeitsintensiven Umstellung aber ausreichend personellen Spielraum.
- Nach S/4HANA: Eine spätere Umstellung schafft zunächst Raum für das eigentliche S/4HANA-Projekt. Dafür bleiben bestehende technische Themen vorerst bestehen und müssen nach dem Go-live noch angegangen werden.
- Die Planung entscheidet: Einen pauschal besten Zeitpunkt gibt es nicht. Wichtig ist, die Formularmigration in die eigene Roadmap aufzunehmen und den gewählten Weg frühzeitig zu planen.
Formularmigration vor S/4HANA
Eine Formularmigration vor der eigentlichen S/4HANA-Umstellung trennt beide Vorhaben zeitlich voneinander. Das kann den Projektaufwand deutlich reduzieren, weil die Formulare zum späteren Go-live bereits stabil zur Verfügung stehen.
Der zusätzliche Spielraum hat allerdings seinen Preis. Da die Fachbereiche die Formulare zunächst im bestehenden System und später noch einmal im S/4HANA-Kontext prüfen müssen, steigt für sie der Testaufwand.
Sind Sie bereit für S/4HANA? In drei klaren Schritten schaffen Sie die technischen Voraussetzungen für Ihren Umstieg – und bereiten Ihre Systemlandschaft systematisch auf das Einführungsprojekt vor.
Formularmigration während S/4HANA
Wer die Formularmigration direkt mit der S/4HANA-Umstellung verbindet, bündelt beide Vorhaben in einem gemeinsamen Projekt. Gerade bei Greenfield-Projekten bietet sich das an, weil Unternehmen ihre Formulare ohnehin neu aufsetzen.
Bei Brownfield-Projekten lassen sich bestehende Formulare technisch überführen und im gleichen Zuge modernisieren.
Die zusätzliche Arbeit fällt dann in die ohnehin intensive Projektphase. Dadurch steigt der Abstimmungs- und Testaufwand spürbar.
Mein Tipp: Klären Sie frühzeitig, ob im Projekt parallel genügend Kapazitäten für die Formularmigration vorhanden sind. In unserer Erfahrung wird genau dieser Punkt schnell zum Engpass, wenn Projektteams ihn zu spät berücksichtigen.


Formularmigration nach S/4HANA
Eine spätere Formularmigration entlastet zunächst das eigentliche S/4HANA-Projekt. Das Projektteam kann sich vollständig auf die Systemumstellung konzentrieren und die Formularlandschaft anschließend separat modernisieren. Das kann sinnvoll sein, wenn während der S/4HANA-Migration keine zusätzlichen Kapazitäten für die Formularlandschaft verfügbar sind.
Allerdings verschiebt sich der Aufwand nur nach hinten. Bestehende Wartungsthemen und Altlasten wandern zunächst mit nach S/4HANA und müssen später weiterhin bereinigt werden.


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Der richtige Zeitpunkt ist eine Frage der Planung
Ob vor, während oder nach S/4HANA: Für die Formularmigration gibt es nicht den einen perfekten Zeitpunkt. Jede Variante hat ihre eigenen Vorteile und bringt an anderer Stelle zusätzlichen Aufwand mit sich.
Der Wechsel selbst lohnt sich aber in jedem Fall. Unternehmen können Strukturen vereinheitlichen und die Basis für eine langfristig besser wartbare Formularlandschaft schaffen. Wichtig ist, dass Unternehmen den Migrationszeitpunkt bewusst wählen und sauber vorbereiten, damit die Formularmigration möglichst reibungslos gelingt.
Sie sind unsicher, wann die Formularmigration in Ihrem S/4HANA-Projekt am besten eingefügt wird? Kommen Sie gerne auf mich zu, dann prüfen wir gemeinsam, wann der richtige Zeitpunkt für Ihr Unternehmen ist.
FAQ
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Formularmigration rund um S/4HANA?
Den einen perfekten Zeitpunkt gibt es nicht. Vor, während oder nach der S/4HANA-Umstellung kann jeweils sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass der Zeitpunkt wohl geplant und bewusst gewählt wird.
Welche Vorteile hat eine Formularmigration vor S/4HANA?
Unternehmen können die Aufgaben zeitlich voneinander trennen und dadurch die S/4HANA-Einführung entlasten. Gleichzeitig sind die Formulare bereits vorbereitet, bevor das neue System produktiv geht. Dafür müssen die Fachbereiche mit zusätzlichem Prüfaufwand rechnen.
Was spricht für eine Formularmigration während S/4HANA?
Wenn Unternehmen beide Themen gleichzeitig angehen, können sie die Formularlandschaft direkt im Zuge der neuen Systemarchitektur modernisieren. Das vermeidet einen späteren separaten Umbau. Allerdings müssen Projektteam und Fachbereiche genügend Spielraum für die zusätzliche Umsetzung und Abstimmung haben.
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Alexander Kössner-Maier
Kundenservice
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